Paul hat einen Schutzengel
Pauls Geschichte beginnt schon vor einigen Jahren, als er als Welpe in eine Auffangstation in der Türkei kam. Er war schon als kleiner Welpe panisch wenn er Menschen sah und huschte nur über das sehr große Gelände. Wir erfuhren von Paul durch seinen Schutzengel, eine tierliebe Frau, die für Paul eine Patenschaft übernommen hatte.
Paul nach der Kastrationsnarkose
Scheinbar hat man sich nie die Mühe gemacht sich intensiv mit Paul zu beschäftigen um ihm seine Ängste zu nehmen.
Irgendwann wurde diese Auffangstation geschlossen, alle anderen Hunde wurden nach Deutschland ausgeflogen oder auf andere Auffangstationen verteilt. Nur der arme Paul war noch da, da man keine Möglichkeit sah Paul einzufangen und ihn „umzusiedeln“. Nach einigen Überlegungen, Diskussionen und Planungen stand fest, dass Paul in den Garten einer Freundin von Gaby ziehen sollte.
Für den Transport musste Paul mit Medikamenten betäubt werden, da er nun eh einmal schlief wurde er auch direkt kastriert und geimpft. Den Umzug hat er soweit gut überstanden. Paul war natürlich sehr durcheinander und hielt sich fast immer in „seiner“ Hundehütte auf. Er schien unglücklich zu sein.
Nach einigen Wochen fand Paul eine Möglichkeit aus dem eigenlich sicher eingezäunten Garten auszubrechen. Gaby und ihre Freundin suchten ihn tagelang ohne Erfolg. Sie machten sich große Sorgen. Paul blieb einige Tage verschwunden. Eines Abends sprang er plötzlich wieder in den Garten, frass etwas, trank ein wenig und lag einige Stunden in seiner Hütte bevor er wieder verschwand. Dieses „Spielchen“ ging über einige Wochen. Paul kam und ging wie er wollte. Versuche die Stellen am Zaun über die er sprang wieder ausbruchssicher zu machen scheiterten. Paul fand immer einen Weg.
Wieder gab es einige Diskussionen über Paul mit dem Ergebniss, dass sich Alle einig waren, dass man Paul seine Freiheit lassen sollte.
Irgendwann kam Paul immer seltener und zum Schluss kam er nur noch ab und an zum Garten, aber nicht mehr rein. Er bekam sein Futter also vor den Garten gestellt und schien zufrieden.
Doch scheinbar war der Garten ein zu zentraler Punkt im Ort, sodass Paul nach einige Wochen an einer abgelegenen Futterstelle von Gaby auftauchte. Dort lebt Paul bis heute in einem Waldstück.
Er hält sich von Menschen völlig fern. In der Zwischenzeit hat Paul einen Hundekumpel, der auch sehr ängstlich ist. Beide Hunde kommen jeden Abend zur Fütterungszeit an die Futterstelle. Beobachten aus sicherer entfernung wie Gaby das Futter bereitstellt und kommen fressen, wenn Gaby wieder weit genug entfernt ist.
Vor einigen Tagen ist es Gaby endlich gelungen Bilder von Paul zu machen. Uns war wichtig, dass auch seine Patentante sieht, dass es Paul gut geht. Der süße Kerl lebt ein glückliches und zufriedenes Leben in Freiheit. Er sieht gesund aus und ist gut genährt.

Wir finden Pauls Geschichte hat ein „Happy end“.