Puschel im Glück

Die kleine Maus war ein richtiger Teddybär, deshalb bekam sie den Namen "Puschel".
Puschel hatte noch zwei Geschwister. Alle drei lebten bei einer Freundin im Garten und es ging ihnen super. Aber eines Tages wurde ein Geschwisterchen krank, der Tierarzt wurde gerufen und diagnostizierte Staupe. Darauf wurde das Welpechen auch behandelt. Am nächsten Tag wurde der naechste Welpe krank und wurde auch sofort behandelt. Beide Welpen kamen in die Quarantäne. Puschel wurde von ihnen getrennt damit sie sich nicht anstecken konnte. Die Geschwister waren sehr stark und hatten Lebendsmut aber leider haben sie den Kampf verloren.

Das war eine sehr traurige Situation für uns. denn wenn Welpen sterben fragt man immer nach dem warum, man kann und will einfach nicht verstehen das sie nicht leben durften.

Jetzt galt unsere grösste Sorge Puschel. Wir hofften natürlich das sie sich nicht angesteckt hatte. Es ging ihr weiterhin gut. Aber nach ca. einer Woche wurde auch Puschel krank. Sie hatte Husten und Schnupfen. Wir hatten ihr vorher schon imunsystemstaerkende Mittel gegeben, aber es hat nichts gebracht. Unsere Puschel ist dann auch an Staupe erkrankt. Die Angst das sie auch stirbt war riesengross wir haben sie wie ein rohes Ei behandelt. Es sah ganz gut aus für sie, sie hat sich nicht aufgegeben, weil sie eine kleine Kämpferin war. Aber dann musten wir leider feststellen das Puschel anfing mit einem Vorderbein zu zucken. Da war klar die Nervenstaupe ist ausgebrochen. Wir waren unendlich traurig darüber weil wir gedacht haben das wir sie vieleicht einschlaefern lassen müssen wenn es noch schlimmer wird.
Dann hatte sie auch die beiden Hinterbeine nach einiger Zeit nicht mehr unter kontrolle. Sie konnte nicht mehr aufstehen und wir mussten sie stützen damit sie ein paar schritte laufen konnte. Natürlich werden jetzt einige sagen warum habt ihr den Hund nicht erloest? Aber das kann ich euch sagen, weil ihr Puschel nicht kennt. Dieser Hund wollte leben! Sie hat uns das in jeder Minute gezeigt. Wir haben uns immer wieder gesagt Puschel wird es schaffen, weil sie es schaffen will! Gesundheitlich ging es Puschel relativ schnell besser, nur ihre Beine gehorchten ihr noch nicht wieder. Es waren für uns schlimme Wochen. Wir haben uns Rat bei unserer Freundin Angelika Rupp geholt. Angie hat sich immer bei Tierärzten und Therapeuten erkundigt was man machen kann. Wir sollten mit Puschel trainieren. Das haben wir auch täglich gemacht und siehe da, nach einiger zeit konnte unsere Puschel schon ein paar Schritte alleine laufen.


Jetzt war das nächste Problem da wir wussten das niemand bereit wäre so einen behinderten Hund zu sich zu nehmen. Also haben wir wieder unsere liebe Angelika gefragt ob sie nicht vielleicht jemanden kennen würde (wir haben natürlich sie gemeint), der diesem armen Hund eine Chance auf ein schönes Zuhause geben würde. Angelika, nicht dumm, wusste genau was wir von ihr wollten und da sie niemals ein armes Tier im Stich lassen würde, hat sie zu uns gesagt: "na ok ich nehme sie erst einmal mit zu mir nach Deutschland und dann sehen wir mal weiter." Uns ein Stein vom Herzen gefallen, denn jetzt wussten wir: Puschel ist gerettet!
Und sie hat bei Angelika den Himmel auf Erden. Angelika kam selber nach Antalya gekommen um Puschel zu holen. Angelika hat in den folgenden Monaten alles für das süsse Mädchen getan: Physioterapie, Gymnastik, Tierärzte und Therapeuten aufgesucht, usw. Puschel hat die beste medizinische Versorgung bekommen die man sich vorstellen kann. Um die Geschichte ein wenig abzukürzen: Puschel ist heute ein super glücklicher Hund!


Angelika hat Puschel natürlich behalten nach allem was sie mit ihr zusammen durchgemacht und geschafft hat. Heute macht Puschel schon grosse Spaziergaenge mit.

An dieser Stelle ein grosses Lob an Angelika, denn es war bestimmt nicht immer einfach. Angelika hat 4 Hunde, zwei davon sind von uns. Die Geschichte über Angelikas Raudi erzähle ch euch ein anderes Mal.