Leishmaniose
Die Leishmaniose kommt im Mittelmeerraum sowie in Frankreich, in der Schweiz und in Osteuropa vor. Die Erreger sind die Leishmanien, die von Sandmücken übertragen werden.
Zudem ist eine Übertragung im Mutterleib möglich, muss aber nicht erfolgen, d.h. in einem Wurf einer infizierten Hündin können sowohl infizierte als auch gesunde Welpen sein.
Es kann vorkommen das Welpen einen Titer aufweisen, aber nicht infiziert sind, dieser Titer bildet sich im Laufe der ersten Lebensjahre zurück.
Bisher ist eine Übertragung von Mensch zu Hund oder Hund zu Hund nicht nachgewiesen..
Allerdings wurden im Wundsekret Leishmanisose positiver Hunde Leishmanien nachgewiesen, daher wäre theoretisch eine Übertragung möglich, wenn dieses Wundsekret direkt in eine offene Wunde oder ins Blut eines anderen Hundes oder Menschen gelangt.
An der Luft sind Leishmanien nicht lebensfähig. Wundsekret ist „außerhalb“ des Hundes also nicht mehr ansteckend.
Im Speichel und im Blut sind Leishmanien bisher nicht nachgewiesen worden, sodass durch einen Hundebiss eine Übertragung nicht möglich ist. Auch über die Luft, Tröpfcheninfektion oder Körperausscheidungen wie Kot und Urin ist keine Übertragung möglich.
Leishmaniose ist für den Menschen relativ ungefährlich. Vorsicht ist geboten bei immunschwachen Menschen, HIV positiven Menschen, Diabetikern und Kindern unter 3 Jahren.
Die Gefahr im Urlaub im Süden von einer Sandmücke gestochen und infiziert zu werden ist wesentlich höher als von einem Leishmaniose positiven Hund angesteckt zu werden!!!